Betriebliches Gesundheitsmanagement

Innovative Betriebe profitieren von der Einsatzbereitschaft, der Motivation und der Loyalität ihrer Mitarbeiter, resultierend aus gesunder Führung, adäquaten Rahmenbedingungen, differenzierten Kompetenzprofilen und einer spezifischen Firmenphilosophie. Um eine fundierte Optimierung in Bezug auf Struktur, Prozess und Ergebnis zu erreichen, muss betriebliches Gesundheitsmanagement von der Geschäftsführung bzw. vom Firmeninhaber gewollt sein.

Ausgangspunkt des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist ein für die Firma angepasstes validiertes Analyseinstrument, um den Ist-Zustand zu klären: Wo gibt es Schwachstellen? Wo liegt Potenzial brach? Welche Interventionen können in das bestehende Managementsystem integriert werden?

Das Arbeiten mit Gesundheitsscores und einem damit verbundenen Kennzahlensystem sind Bedingung, um die darauffolgende Evaluation seriös durchführen zu können und um zu wissen, welche Ziele verfolgt werden. Ein Qualitätscontrolling und ein proaktives Agieren im Sinne des betrieblichen Gesundheitsmanagements sind somit nachhaltig realisierbar. In verschiedenen Metaanalysen (Chapmann, 2005; Aldana, 2001; ...) wird der Return on Investment (ROI) in Bezug auf die getätigten Investitionen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Verhältnis zwischen 1:2 und 1:6 beziffert.

Die zukünftige Herausforderung für Firmen wird es sein, ihren Mitarbeitern das notwendige Knowhow in den Bereichen der Strukturoptimierung, der Prozessgestaltung und der Kommunikation zur Verfügung zu stellen. Diese werden somit nicht mehr als Kostenfaktor wahrgenommen, sondern dürfen als Investition für den Betrieb gesehen werden.

„Führung und Gesundheit wird künftig das zentrale Themenfeld im Gesundheitsmanagement sein. Dabei darf natürlich im Umkehrschluss Führung nicht als ausschließliches Gestaltungskriterium definiert werden; denn gute Führung allein macht nicht gesund. Es gilt vielmehr, die Wechselwirkung zwischen Führungsstil und Arbeitsbedingungen zu beachten“ (Wieland et al., 2009).